Originelle Aprilscherze der letzten Jahre

So, mal wieder ein Blog-Post. Wenn ich den jetzt nicht schreibe muss ich wieder ein Jahr warten, also:

Wer heute im Internet unterwegs ist, sollte etwas vorsichtig sein, wenn er auf irgendwelche überraschenden Neuigkeiten stößt. Ok, das gilt eigentlich immer – nur heute sind auch auf seriösen Websites manche Infos absichtlich falsch. Ein paar originellere Aprilscherze, die das Internet in den letzten Jahren hervorgebracht hat, habe ich mal hier zusammengestellt:

Google hatte die Idee, die Internetverbindung künftig über die Abwasserkanäle herzustellen, sodass man das Netzwerkkabel einfach mit der Toilettenspülung verbindet. Die anschauliche Dokumentation ist immer noch online.

Der totale Datenschutz-GAU (eigentlich wollte ich das Wort GAU in diesen Tagen nur noch im ursprünglichen Kontext verwenden – war wohl nichts) wäre wohl Facebook Relationships in der hier vorgestellten Fassung gewesen – nur hätten manche das Facebook durchaus zugetraut.

Harmlos aber trotzdem ganz nett finde ich dieses Videos eines Professors:

Und zum Abschluss gibt es noch eine Übersicht eines amerikanischen Tech-Blogs über einige Aprilscherze des letzten Jahres.

Bleibt noch anzumerken dass manch ein Aprilscherz durchaus für besorgte Nachfragen beim ein oder anderen Support führen kann.

Wahrnehmung von Licht: Lumen vs. Watt

Wenn man Licht quantitativ bestimmen will, könnte man natürlich im Prinzip einfach die Lichtleistung in Watt angeben. Allerdings nimmt das Auge Licht der verschiedenen Wellenlängen sehr unterschiedlich intensiv wahr. So braucht man bei blauem Licht mehr als zehn Mal mehr Leistung als bei grünem, um das gleiche Helligkeitsempfinden zu erzeugen.

Dieser Zusammenhang wird in der Hellempfindlichkeitskurve dargestellt (sie unterscheidet zwischen Tag- und Nachtsehen). Hier kann abgelesen werden, wie hell Licht der gleichen Leistung in Abhängigkeit von der Wellenlänge wahrgenommen wird, wobei der maximale Wert (bei Tagsehen 555nm grün) gleich Eins gesetzt wird. Wenn man die Leistungen der einzelnen Wellenlängen einer Lichtquelle mit den entsprechenden Werten dieser Kurve gewichtet und aufsummiert, erhält man den sogenannten Lichtstrom. Er ist damit die, an die menschliche Wahrnehmung angepasste, Entsprechung der Strahlungsleistung und wird natürlich nicht mehr in Watt sondern in der SI-Einheit Lumen (kurz lm) angegeben. Mit monochromatischem Licht von 555nm erhält man die theoretisch maximal mögliche Lichtausbeute von 683 Lumen pro Watt.

Interessant ist dieser Zusammenhang zum Beispiel bei Laserpointern: die Strahlungsleistung ist aus Sicherheitsgründen limitiert (je nach Klasse wenige Milliwatt). Der Lichtstrom ist damit direkt mit der Hellempfindlichkeitskurve verknüpft. Daraus folgt: Grüne Laser wirken deutlich heller als rote der gleichen Leistungsklasse.

Humor zum LHC

Als der geplante Anlauf des LHCs (Large-Hardron Collider) am CERN vor etwa einem Jahr (der ja bekanntlich ziemlich schnell und ungeplant wieder zu Ende ging) bevorstand, gab es ein paar interessante Gags dazu im Netz. Dabei ging es im Wesentlichen um den mancherorts befürchteten Weltuntergang durch die Entstehung eines schwarzen Loches. Nachdem das LHC im Moment mal wieder in Betrieb genommen wird (hoffentlich mit mehr Erfolg), habe ich hier noch einmal ein paar nette Fundstücke im Netz aus dieser guten alten Zeit zusammen getragen:

Update März ’10: Auch Astrodicticum Simplex hat Humor zum LHC gesammelt.