Bundeswettbewerb Informatik 2010/2011 gestartet

Heute startet die 1. Runde des 29. Bundeswettbewerbs Informatik (BWINF). Um einen kleinen Überblick über die Teilnahme und die Gewinnmöglichkeiten zu geben habe ich hier die wesentlichen Infos zusammen getragen:

Ablauf und Preise

Der Bundeswettbewerb Informatik läuft jedes Jahr über drei Runden, in denen man sich jeweils für die nächste Runde qualifizieren kann. Die ersten beiden Runden werden zu Hause gelöst. Hier gibt es schon Buchpreise und diverse Sonderpreise zu gewinnen.

Alle, die sich für die dritte Runde qualifiziert haben, werden dann eingeladen. In dieser Runde werden dann die Bundessieger ermittelt, denen unter anderem die Aufnahme ins Stipendienprogramm der Studienstiftung des deutschen Volkes und Geldpreise winken.

Teilnahme am Bundeswettbewerb Informatik

Bis Mitte November kann jeder die Aufgaben bearbeiten und seine Lösungen nach der Online-Anmeldung einschicken (weitere Infos gibt auf der verlinkten Anmeldeseite). Wer in der ersten Runde Erfolg hat, wird normalerweise über die weiteren Möglichkeit informiert.

Die Aufgaben der 1. Runde des 29. BWINF

Die Aufgaben und Zusatzmaterialien finden sich wie immer auf der entsprechenden Seite des Bundeswettbewerbs. Dort gibt es auch die Aufgaben als .pdf-Datei (Im Gegensatz zur recht drögen Darstellung des Bundeswettbewerbs Mathematik ist die Aufmachung des BWINF so verspielt und bunt, dass weder die Bildschirmdarstellung noch ein Schwarzweißausdruck wirklich praktisch sind. Es soll aber noch eine übersichtlichere Fassung folgen.). Zu jeder der Aufgaben wird neben dem Programm selbst (Quellcode und lauffähige Variante) auch eine Dokumentation von Idee und Programmaufbau verlangt.

Die Aufgabe 1 (die Aufgabenbeschreibung beginnt schon ganz oben in der mittleren Spalte auf Seite 4, auch wenn die Überschrift (mutwillig!) mittendrin steht 😉 ) ist dieses Jahr eine Kreativaufgabe, die in einer exotischen Spezialsprache für künstlerische Grafiken zu bearbeiten ist. Nachdem man sich hier ein bisschen eingearbeitet hat, sollte diese Aufgabe problemlos zu lösen sein.

Bei der Aufgabe 2 geht es darum, eine Simulation entsprechend der vorgegebenen Regeln zu entwickeln. Neben der Logik mit Kollisionserkennung dürfte vor allem die Steuerung der Parameter und die saubere Darstellung je nach Programmiersprache mit etwas Aufwand verbunden sein. Hier ist sicherlich Erfahrung in der Programmierung von grafischen Benutzeroberflächen hilfreich.

Aufgabe 3 erfordert im Wesentlichen das Einlesen von Daten, die dann entsprechend ausgewertet werden müssen. Beispieldaten gibt es laut BWINF ab Mitte September, der Link zu den Daten in der .pdf-Datei enthält bisher auch nur die erste Zeile der umgebrochen dargestellten URL.

Für die Aufgabe 4 dürfte ein bisschen Mathematik zur Lösungsfindung nötig sein, die man dann in einen perfekten Spieler eines einfachen Kartenspiels umsetzten muss. Nachdem das Spiel aber nur vom Würfel und einem einzigen Spieler abhängt (wenn ich es richtig verstanden habe), sollte auch diese Aufgabe machbar sein.

Die letzte Aufgabe (Aufgabe 5) ist wie die dritte Aufgabe eine Logistikaufgabe, die allerdings vermutlich etwas mehr Vorüberlegungen (und ein paar Skizzen oder ein gutes Vorstellungsvermögen) erfordert.

Insgesamt sind die Aufgaben damit wieder recht abwechlungsreich. Wer tatsächlich am 29. BWINF teilnehmen möchte sollte bald anfangen, damit er auch wirklich Zeit hat, bis Mitte November nicht nur saubere Programme sondern auch eine entsprechende Dokumentation zu schreiben.

Und damit es nicht wieder so geht, wie beim BWM: Von mir gibt es keine weiteren Hinweise, unter anderem aus den gleichen Gründen wie dort.

Viel Erfolg an alle (ehrlichen) Teilnehmer des 29. Bundeswettbewerbs Informatik!

7 Gedanken zu „Bundeswettbewerb Informatik 2010/2011 gestartet“

  1. Hallo,

    ich hatte eigentlich geplant, mich an Aufgabe 2 zu setzen, jedoch ist die Aufgabenstellung etwas schwammig und unklar, insbesondere was die „Formen der Tische“ betrifft. Je nachdem, welches Ausmaß die Vielfalt der Formen erreichen soll (nur Rechtecke? Regelmäßige n-Ecke? Beliebige n-Ecke? Kreise?) ist die Umsetzung der Reflexion der „Robuttons“ an den Tischkanten relativ einfach bis ziemlich kompliziert (bis hin zur Vektorspiegelung an der Normalen einer Tangenten und Ähnlichem). Reicht es, sich hier auf Rechtecke zu beschränken?
    Auch die Formulierung „Suche dabei nach Werten, die den Prozess besonders interessant werden lassen“, erscheint mir alles andere als eindeutig. Gibt es diesbezüglich Rat oder Hinweise, an die man sich halten könnte?

  2. Naja, ich kann auch nur die Aufgabe lesen …
    Bezüglich Einschränkungen bei der Tischgeometrie lese ich da von „verschiedenen […] Formen“, ich denke nicht, dass damit nur Rechtecke gemeint sind. Spiegelung sollte mit Vektoren auch nicht wirklich kompliziert sein.
    Was interessant ist, sieht man vermutlich beim Rumspielen mit der Simulation. Einfach mal schauen, was bei unterschiedlichen Parametern passiert. Vorher schon darüber zu spekulieren, lohnt sich vermutlich nur bedingt.

    Ansonsten kann ich noch darauf hinweisen, dass auf der Seite zum Wettbewerb noch auf ein Forum verwiesen wird.

  3. Danke für die Antowrt!
    Hm, das hatte ich befürchtet. Das Problem ist, dass die Umsetzung mathematisch nicht so problematisch ist, ich aber nicht weiß, wie ich Vektoren oder Geraden am besten in z.B. Delphi übertrage.

    Aber genug davon. Nach einem Forum hatte ich mich auch umgesehen, konnte und kann aber auf der offiziellen Seite (abgesehen von einem „Jugendforum für Informatik“, womit jedoch kein „Forum“, wie ich es mir vorstelle, gemeint sein dürfte) nichts von einem Forum finden. Gibt es dazu evtl. einen direkten Link?

  4. Wenn man dem Link zu „Einstieg Informatik“ auf der oben angegebenen Seite folgt, gelangt man indirekt in das Forum (inzwischen nicht mehr erreichbar).
    Naja, die Umsetzung in einer Programmierspache ist eine der zentralen Aufgaben des Wettbewerbs. Vielleicht hilft es, zuerst auf einem Blatt Papier durchzurechnen, wie sich der Vektor nach der Reflektion zusammen setzt.

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