Tipps zu Google-Rechner – Wie Google (nicht) rechnen kann

Nicht jeder Google-Benutzer weiß, dass sich im normalen Sucheingabefeld rechnen lässt. Im Wesentlichen identisch funktioniert das auch bei bing und Yahoo. Wolfram Alpha bringt sogar einige zusätzliche Möglichkeiten mit (hier ein Vergleich von Google und Wolfram Alpha).

Die offizielle Google-Dokumentation dazu ist äußerst knapp. Wer wissen will, welche Rechenoperatoren Google zur Verfügung stellt kann beispielsweise hier nachschauen: Es stehen auch Winkelfunktionen, die Fakultät, Wurzeln und diverse andere Funktionen sowie einige mathematische Konstanten zur Verfügung. Darüber hinaus lassen sich auch physikalische Einheiten ineinander umrechen.

Vor Kurzem gab es Meldungen darüber, dass sich Google bei großen Zahlen in bestimmten Fällen verrechnet. Das funktioniert, wie man schnell nachprüfen kann, immer noch. Allerdings ist das ein grundsätzliches Problem fast aller Taschenrechner. Sie rechnen nur mit beschränkter Genauigkeit, sodass praktisch immer nur eine bestimmte Anzahl Stellen tatsächlich genau ist. Ein ähnlicher Fehler tritt auch auf, wenn man sehr unterschiedlich große Zahlen miteinander verrechnet. Wenn man zum Beispiel von der Zahl Eins die Zahl 10 hoch -10 abzieht (das korrekte Ergebnis wäre 0,9999999999) erhält man bei Google ebenfalls ein falsches Ergebnis (1 in diesem Fall). Wolfram Alpha zeigt hier ein genaues Ergebnis an, selbst wenn man das Ganze noch etwas weiter spinnt (hier auf tausend Nachkommastellen genau!). Wer also beispielsweise für wissenschaftliche Zwecke genaue Berechnungen anstellen möchte, sollte sich vorher genau anschauen, wie genau der verwendete Rechner – ob offline oder online – tatsächlich ist. Die meisten handelsüblichen Taschenrechner rechnen nach meiner Erfahrung mit ungefähr acht bis zwölf gültigen Dezimalstellen.

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